Vereinsgeschichte

Am 10.10.1964 trafen sich 23 Angelfreunde im Gasthaus "Zum Lamm" um über die Gründung eines Angelvereins zu beraten. Gegen Ende des Treffens haben sich davon 21 Gründungsmitglieder in die Gründungsurkunde eingetragen.

Der neu gegründete Verein gab sich den Namen "Angelsportverein Untergrombach 1964". Als 1. Vorstand wurde Sportfreund Arthur Eißner gewählt. In seiner 1. Mitgliederversammlung legte der Verein den Mitgliedsbeitrag ab 1965 auf  6,-- DM fest.

Zum Gründungszeitpunkt verfügte der neue Verein noch über kein eigenes Gewässer. Bereits am 19.10.1964 stellte der neue ASV Untergrombach bei der damals noch selbständigen Gemeinde den Antrag auf Verpachtung des Baggersees.

Wie groß das Interesse der Untergrombacher Bürger an diesem Verein war, kann man daraus ersehen, dass die Mitgliederzahl bis zum 31.12.1964 auf 36 Mitglieder angewachsen war.

Bereits in 1965 erfolgte der Beitritt zum Landesfischerei-verband. Gleichzeitig wurde der erste Untergrombacher Lehrgang zur Fischerprüfung, die von allen Mitgliedern des jungen Vereins bestanden wurde.

In 1967 führte der junge Verein das erste Untergrombacher Fischerfest durch, das bis zum heutigen Tag ein großer Erfolg ist und war.

Auch wurde der erste Fischerkönig ermittelt. Es war dies der Sportkamerad Helmut Kräh.

Im Jahr 1968 wurde der Baggersee von der Gemeinde zum Angeln freigegeben. Dies aber immer noch unter der Regie der Gemeinde.

Im Jahr 1969 konnte dann der erste Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Untergrombach und dem ASV Untergrombach und  abgeschlossen werden.

Am 29.04.1971 wird die Jugendgruppe gegründet. Erster, noch kommissarischer, Jugendwart war der Sportkamerad Oskar Hannich.

Die Jugendgruppe des ASV Untergrombach gewinnt in Stuttgart die Landesmeisterschaft im Angeln (Roland Ihle) und Casting (Bernhard Bauknecht).

Im Jahr 1976 wurde erstmals über den Bau eines Vereinsheims diskutiert. Daraufhin wurde das Gelände des jetzigen Vereinsheims gepachtet.

Im Jahr 1977 war der Mitgliederbestand auf  über 100 Mitglieder angewachsen.

Aus Grund der ungeklärten finanziellen Situation des Vereins wurde 1979 der Bau des Vereinsheims auf unbestimmte Zeit verschoben. Dieses Jahr stellte auch eine Zession in der bisherigen Vereinsgeschichte dar. Die Mitgliederzahl sank auf 51 Mitglieder ab.

Im Jahr 1986 wurde der ASV Untergrombach e.V. als gemeinnütziger Verein anerkannt. Gleichzeitig  lebte, nach-dem die in 1983 als Lagerraum gekaufte Garage zu klein wurde,  die Idee des Vereinsheimbaus wieder auf.                                         In 1987 wird durch die Generalversammlung erneut der Bau eines Vereinsheims beschlossen und ein

Sein 25-jähriges Bestehen feierte der Verein 1989 in der Aula der Joosz-Fritz-Schule mit einem Festakt.

Am 27.12.1990 erfolgte endlich die Baugenehmigung seitens der Stadt Bruchsal

Im Januar und Februar des darauffolgenden Jahres wurde der Bauplatz vom Baumbestand befreit und am 22.06.1991 erfolgte der offizielle 1. Spatenstich für das neue Vereinsheim. Bereits am 26.10.1991 konnte das Richtfest gefeiert werden. Bis zum Jahresende leisteten die Mitglieder 1.162 Arbeitsstunden am Vereinsheim.

Gleichzeitig erfolgte in 1991 die erste Kontaktaufnahme zum Fischerverein der Partnergemeinde St. Marie aux Mines.

Am 28.11.1992 erfolgte die offizielle Einweihung des neuen Vereinsheims. Insgesamt haben 53 Mitglieder zusammen 4.189 Arbeitsstunden bei einer Bausumme von 160.000  DM zur Fertigstellung des Vereinsheims geleistet.

Bereits 1998 erhielt das Vereinsheim einen Anbau. 

Am 05.11.1999 wird von der freiwilligen Feuerwehr ein altes Autowrack aus dem Baggersee geborgen, bevor ein Umweltschaden entsteht. Der Verein legt für die Jugend eine Angelbibliothek an. Jedes Mitglied, bevorzugt Jugendliche, dürfen für jeweils 2 Wochen kostenlos Bücher ausleihen.

Auf Grund der, ohne Rücksprache mit dem ASV, in 2000 geänderten Baggerseeverordnung legt der der Verein vor dem Verwaltungsgericht Klage gegen die Stadt Bruchsal ein, weil durch die geänderte Baggersee-verordnung die Ausübung der Fischerei derart eingeschränkt wird, dass der Verein seiner vertraglichen Hegepflicht nicht mehr nachkommen kann.

Als Naturschutzmaßnahme wird in 2002 das kleine Becken mit dem Hauptsee verbunden. Es entsteht der "Blinddarm". Nachdem auch der Anbau zu klein wurde, stellte der Verein in 2002 den Bauantrag für den Bau des Geräteschuppens.

Nachdem 2002 die Stadt Bruchsal die Baggersee-verordnung des Jahres 2000 auf Grund der Klage des ASV Untergrombach. Die Fischereimöglichkeiten werden wieder ausgeweitet.

Nachdem im Jahr 2005 der neue Geräteschuppen fertiggestellt wurde, stand ab 2006 die Umgestaltung des Südufers in eine neue Laichzone im Vordergrund. Zusammen mit der Stadt Bruchsal wurde ein Flachwasserkonzept für das Südufer ausgearbeitet. Am 0.12.2006 begannen die Arbeiten. Insgesamt wurden bis zur Fertigstellung in 2007 über 1.500 Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder geleistet. Für diese Gewässerschutzmaßnahe wurde der Verein im Jahr 2008 mit dem Landesnaturschutzpreis des VFG ausgezeichnet.

Gleichzeitig wurde vom Verein die Patenschaft für die Pflege des Südufers übernommen, die der Verein auch heute noch ausübt.

In 2009 wurde ein Angeln für den Tafelladen Bruchsal durchgeführt. Alle gefangenen Fische sowie eine Vereinsspende von 100 Forellen wurden den Vertretern des Tafelladens übergeben, die sich im Namen ihrer Kunden herzlich bedankten.

Bereits 2012 begannen die ersten Vorarbeiten für die 50-Jahr-Feier des ASV Untergrombach 1964 e.V..

Mittlerweile verfügt der Verein über 100 Mitglieder sowie eine aktive Jugendgruppe von 12 Jugendlichen.

Die Bewohner von Untergrombach verbinden mit dem Verein ASV Untergrombach 1964 e.V. nicht nur das jährliche Fischerfest, sondern der Verein ist zu einem festen integrativen Bestandteil des Gemeinwesens in Untergrombach geworden.

Die Jugendgruppe

Nachdem erstmals in der Vereinsgeschichte Anfang Februar 1971 2 Jugendliche um Aufnahme in den ASV Untergrombach ersuchten, wurde beschloss die Vorstandschaft am 29.04.1971 die Gründung einer Jugendgruppe. Zum ersten, noch kommisarischen, Jugendwart wurde der Oskar Hannich ernannt. Bereits zum Jahresende 1971 bestand die Jugendgruppe aus 7 Jugendlichen, die von Oskar zum Angeln angeleitet wurden. In den regelmäßigen wöchentlichen Gruppen-stunden wurde nicht nur geangelt, sondern Oskar erklärte auch mit großer Geduld die praktischen Grundlagen, wir das Binden von Haken und Knoten, des Angelns. Nach dem "Schwanenskandal" übergab Oskar sein Amt an Alfred Meyn, der den Jugendlichen zu den nunmehr vorhandenen praktischen Grundlagen des Angeln auch die theoretischen Grundlagen, wie z.B. Gesetzeskunde, beibrachte. Im Spätjahr 1972 erfolgte der erste Jugendausflug zur Jugendherberge nach Rauhmünzach. Bis zum Ende des Jahres 1972 war die Zahl der Jugendlichen auf 15 angewachsen. Im Jahr  1973 nahmen 6 Jugendliche am großen Landesjugendlager der Landesfischereiverbands teil und lernten hier das Casting (Zielwerfen mit der Angel), das mit viel Eifer geübt wurde.

 

Im Jahr 1974 gelang dann der Jugendgruppe des ASV Untergrombach bei den Landesjugendmeisterschaften in Stuttgart ein unerwarteter großer Erfolg. Roland Ihle wurde Landesfischerprinz, Bernhard Bauknecht wurde Landesjugendmeister im Casting, die Plätze 3 und 5 gingen an Wolfgang Bauknecht und Roland Ihle. Die Mannschaft errang den Mannschaftstitel im Casting.

 

Im Spätjahr des Jahres 1974 führte der neue Jugendwart, Walter Klaus und seine Frau Melitta, für die Jugendlichen einen Tanzkurs durch.

 

In den folgenden Jahren belegte die Jugend des ASV Untergrombach bei den Jugendbereichsmeisterschaften im Angeln und speziell im Casting immer wieder 1. Plätze, was für den hohen Ausbildungsstand der Jugendlichen sprach.

 

Wie effektiv die theoretische Jugendausbildung ist, zeigt sich darin, dass bis heute rund 150 Jugendliche des ASV Untergrombach die Fischerprüfung erfolgreich abgelegt haben.

 

Regelmäßige vom Verein finanzierte Zeltlager oder Wochenendausflüge zählen zum Programm der Jugendgruppe.

 

Wie wichtig der Verein seine Jugendarbeit nimmt erkennt man daran, dass der Jugendraum einer der größten Räume unseres Vereinsheims ist.  

 

Seit 1983 richtet der Verein sein eigenes für die Jugendlichen völlig kostenloses Pfingstjugendzeltlager aus, zu dem in den letzten 10 Jahren regelmäßig befreundete Jugendgruppen anderer Angelvereine eingeladen werden.

 

Dass auch der aktive Umweltschutz bei den Jugendlichen des ASV Untergrombach groß geschrieben wird, zeigen regelmäßige Seeputzede in denen die Jugendlichen den von Badegästen und Besuchern am Ufer des Baggersees liegengelassenen Abfall befreien. In den letzten Jahren erfolgte dies in Kooperation mit der Jugendfeuerwehr, die sich an diesen Aktionen sehr stark engagierte.

 

In Zusammenarbeit mit den Schulen in Untergrombach und der Bruchsaler Südstadt, wird den Schülern durch entsprechend ausgebildete Betreuer des ASV in der Grundschule das Leben an und im Baggersee Untergrombach erläutert und in einem Besuch vor Ort auch gezeigt.

 

Zur Zeit besteht die Jugendgruppe des ASV Untergrombach aus 12 Jugendlichen, die sich regelmäßig Sonntags morgens zwischen 10:00 und 12:00 Uhr im Jugendraum treffen. Unter Anleitung der Jugendwarte Jürgen Herdle und Rene Schlichter, wird dann gemeinsam am Baggersee geangelt, oder im Jugendraum an der Theorie gearbeitet.

Anlage einer Laichzone im Baggersee

Von der alten Insel wurde die Nordseite (Seeseite) als  schmale Landzunge von 70 m Länge auf 5m Breite erhalten, die die Laichzone zum Hauptsee abschirmt.

 

Der gesamte Mittelbereich der Insel wurde auf 1 bis 2,50 Meter unter Wasser abgebaggert.

 

Auf der Südseite der ehemaligen Insel blieben kleine Inseln von ca. 2 bis 3 Meter Durchmesser stehen, die von Schilf umsäumt sind. Diese Kleinstinseln dienen für  Enten und Vögel als Rückzugs-gebiet. Der Ringgraben wurde um 1,50 Meter vertieft, so dass er auch bei heißen Sommern genügend Wasser führt. Die Öffnung des Ringgrabens zum Baggersee wurde verbreitert. Zusätzlich wurde eine Teilfläche des Randstreifens hinter dem Schutzwall ebenfalls 2 Meter unter Wasser gelegt.

 

Als letztes wurden die 2 bereits vorhandenen Amphibientümpel wieder freigelegt, ausgebaggert und damit für Amphibien wieder nutzbar gemacht.

 

Für die Durchführung der Gesamtmaßnahme wurden ungefähr 500 kleine Bäume gefällt, entsprechendes Gestrüpp entfernt sowie 8000 Kubikmeter Kies abgetragen.

 

Hierfür erhielt der ASV Untergrombach im Jahr 2008 den Landesnaturschutzpreis.

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